AUSSCHREIBUNG DES ERNST-KRENEK-PREISES DER STADT WIEN

Die Stadt Wien stiftete 1985 anläßlich der 85. Wiederkehr des Geburtstages ihres Ehrenbürgers Ernst Krenek eine Preis für Komponisten bzw. Musikschriftsteller in der Höhe von € 8.000,--, der alle zwei Jahre vergeben wird.

Diese Auszeichnung wird vom amtsführenden Stadtrat für Kultur aufgrund des Vorschlages einer Jury zuerkannt, die den Preisträger nach freiem Ermessen unter Ausschluß jeden Rechtsweges oder -anspruches nominiert.

Der Ernst-Krenek-Preis kann an Komponisten bzw. Musikschriftsteller verliehen werden, die sich persönlich beworben haben, in Wien wohnhaft sind oder dieser Stadt besonders nahestehen.

Der Bewerbung sind ein Lebenslauf und Werkverzeichnis sowie jene Arbeit (Komposition, Studie etc.) anzuschießen, für die der Preis verliehen werden soll. Aus dieser Arbeit selbst darf die Identität (Name, Adresse usw.) des Bewerbers nicht ersichtlich sein, da die Nominierung des Preisträgers anonym und unabhängig von seinem Namen und dem bisherigen Schaffen erfolgt. Beurteilt werden ausschließlich eingereichte Werke der oder über E-Musik.

Personen, die bereits mit einem Preis oder einem Arbeitsstipendium der Stadt Wien bzw. eines Bundesministeriums ausgezeichnet wurden, sind von der Zuerkennung des Ernst-Krenek-Preises nicht ausgeschlossen.

Sollte keine preiswürdige Arbeit vorliegen, unterbleibt die Vergabe.

Die Bewerbungen sind bis zum 31. März des der Ausschreibung folgenden Jahres an die Kulturabteilung der Stadt Wien, 1082 Wien, Friedrich-Schmidt-Platz 5, zu richten. Online können Sie dies hier

 

Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien (Vergabe alle 2 Jahre, erstmalige Vergabe 1986)

1986 Rene Staar für das Werk "Just an Accident? A Requiem for Anton Webern an Other Victims of the Absurd" op. 9
1988 Kyoko Abe für das Werk "Midnightsummer"
1990 Dieter Kaufmann für das Werk "Die Reise ins Paradies"
1992 Wolfgang Fuhrmann für das Werk "Strategien des Witzes. Versuch über Haydn"
1994 keine Preisvergabe
1996 Matthias Schmidt für die Studie "Ernst Krenek: Grammatik der Extreme. Ein Beitrag zu Theorie und Praxis des dodekaphonen Denkens der Wiener Schule".
1998 Georg Friedrich Haas, Komponist, für die Kammeroper "Nacht"
2000 Olga Neuwirth, Komponistin und Musikerin, für ihr Werk "Bählamms Fest"
2002 Bernd Richard Deutsch, Komponist, für seine Kammeroper „Die Verwandlung“
2004 Gerd Kühr für seine Komposition "Three Shakespeare Sonnets" für gemischten Chor a capella
2006 Pierluigi Billone für sein Werk "MANI.LONG"