Grußwort der Ehrenpräsidentin

Ernst Krenek kam am 23. August 1900, einem Donnerstag, um 7 Uhr, in diese Welt; am 22. Dezember 1991, gegen 15 Uhr hat er sie verlassen. Während seiner Schaffenszeit hat er uns viele bedeutende Werke geschenkt, einschließlich 20 Opern - zu denen er meist die Texte selbst verfaßte - und die seine große Liebe und Begabung für dieses Genre widerspiegeln. Kreneks einzigartige künstlerische und intellektuelle Kompetenz sowie seine unersättliche Neugier haben ihn gezwungen, neue Horizonte zu entdecken, um seine immer umfangreicheren musikalischen Visionen auszudrücken. Er hat in fast allen Idiomen des zwanzigsten Jahrhunderts geschrieben, aber in allen seinen Werken hört und findet man seinen persönlichen Stil, das heißt seine eigene Handschrift - von Opus 1 bis 242.

Es erfüllt mich mit großer Freude, die Tätigkeit des Ernst Krenek Institutes zu unterstützen. In diesem Jahr haben wir ein ausgezeichnetes Team gefunden, das sich, ausgehend vom Generalsekretariat, in dem die Fäden zusammenlaufen, um die Belange und die unterschiedlichen Aufgaben kümmert, die mit der Förderung des Werkes Kreneks verbunden sind.

Das Institut hat neulich eine korrigierte Ausgabe der Broschüre "Ernst Krenek-Gesamtwerkverzeichnis" herausgebracht, die Informationen und Bezugsadressen all jener Verlage in Europa und Amerika zusammenstellt, bei welchen Kreneks Werke verlegt sind. Oft und oft wurde ich gefragt, wo bestimmte Werke Kreneks erhältlich wären und bin nun froh, daß durch die Arbeit des Institutes diese verbesserte Arbeitsgrundlage zur Verfügung steht. Andere Aufgaben haben das Ernst Krenek Institut und ich in diesem Jahr in Angriff genommen: Die Unterbringung des Krenek Nachlasses und die Etablierung einer Stiftung in Krems.

Ich freue mich auch in Zukunft auf eine kontinuierliche Arbeit mit dem Ernst Krenek Institut zur Förderung des großen Œuvres Ernst Kreneks!


Gladys N. Krenek
Ehrenpräsidentin