Sie können die genannten Publikationen im Ernst Krenek Forum oder unter office[a]krenek.com erwerben.
Stimmig - Neuerscheinung mit Chorwerken
Rund fünfzig Chorwerke hat Ernst Krenek geschrieben. Nun präsentiert der RIAS Kammerchor in einer Aufnahme, die soeben bei harmonia mundi erschienen ist, einen Querschnitt durch das stilistisch reiche A-capella-Schaffen zwischen 1923 und 1959. Dieser Kammerchor – Krenek zählt laut Booklet zu einem seiner Lieblingskomponisten – hat bereits vor einigen Jahren eine CD mit Kreneks „Lamentatio Jeremiae Prophetae“ vorgelegt, die als Referenzaufnahme gelten kann. Als Kernstück der neuen Produktion sind die „Sechs Motetten nach Worten von Franz Kafka“ zu hören: Krenek verdichtet in diesem Werk die desillusionierte Stimmung, welche die eigene Enttäuschung über die politischen Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges und sein Emigrantenschicksal widerspiegelt.
Musikalisch spürt er der von ihm geschätzten, subtilen Vokalpolyphonie der niederländischen Renaissance nach und lotet gleichsam parallel dazu die Möglichkeiten der Reihentechnik aus. Und dennoch schimmern zwischendurch immer wieder „überraschend starke tonale Fluchtpunkte“ (CD-Booklet) durch. Krenek at its best!
EUR 15,-
www.harmoniamundi.com
Bregenzer Festspiele 2008:
„Karl V.“ und „Kehraus um St. Stephan“ auf DVD
Mit szenischen Produktionen von „Karl V.“ und „Kehraus um St. Stephan“ gestalteten die Bregenzer Festspiele 2008 einen eigenen Krenek-Schwerpunkt. Ab jetzt sind Mitschnitte der bei Publikum und Presse erfolgreichen Bregenzer Aufführungen als DVD-Edition erhältlich.
Mit Kreneks 1930 entstandener zeitkritischer Operette „Kehraus um St. Stephan“ und dem Bühnenwerk mit Musik „Karl V.“, der 1933 vollendeten ersten Zwölftonoper überhaupt, wurde nicht nur das Thema der Festspiele, „Macht und Musik“, von zwei künstlerisch unterschiedlichen Perspektiven aufgerollt. Die beiden Werke repräsentieren auch Kreneks intensive Auseinandersetzung mit der bevorstehenden politischen Katastrophe, die Ende 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre bereits ihre Schatten geworfen hat.
EUR 15,-
www.capriccio.at
Symphonic Elegy – Musik für Streichorchester auf CD
Die in ihrer expressiven Intensität einzigartige „Symphonic Elegy”, die kraftvoll pulsierenden Rhythmen der „Sinfonietta Brasiliera” und „Sieben leichte Stücke”, in denen der Komponist den leger-heiteren Tonfall genrehafter Miniaturen anschlägt: Die drei zwischen 1946 und 1955 entstandenen Werke für Streichorchester, die in beeindruckender Weise Kreneks stilistische Vielseitigkeit aufzeigen, liegen nun in einer neuen Einspielung durch das Wroclav Kammerorchester Leopoldinum unter der Leitung des österreichischen Geigers und Dirigenten Ernst Kovacic vor.
Kovacic, der sich seit Jahren mit großem Engagement dem Schaffen Kreneks widmet, gelingt mit dem jungen polnischen, in Wroclaw (Breslau) beheimateten Kammerorchester eine in jeder Hinsicht animierte Darstellung der schier unbegrenzten Ausdruckspalette, die sich in diesen drei Opera eröffnet. Das gilt sowohl für die aufrüttelnde, an Gustav Mahler gemahnende Marcia funebre, den zentralen Satz der „Symphonic Elegy”, die Krenek 1946 im amerikanischen Exil auf den tragischen Tod Anton Weberns komponierte, als auch für die markigen Klängen der 1952 in Rio de Janeiro vollendeten „Sinfonietta Brasiliera”, deren Tonfall weniger auf südamerikanische Einflüsse verweist als auf den jungen Krenek und dessen rhythmisch prägnanten Zugriff in der Phase der Neuen Sachlichkeit. Eine inspirierte Einspielung, die aus kammermusikalischer Perspektive Lust auf Kreneks faszinierenden musikalischen Kosmos macht.
EUR 15,-
www.capriccio.at
Ausstellungskatalog
Ich hab´von dem fahrenden Zug geträumt …
Die Lebensreise des Komponisten Ernst Krenek oder
„The One-Man History of Twentieth-Century Music“
Mitreißen, das tut er: Ernst Krenek, der große Komponist, dessen Werke, will man sie in ihrer kraftvollen Fülle und phantastischen Vielfältigkeit überblicken, einem den Atem nehmen können.
Mitreißen, das tut er: Ernst Krenek, der nicht minder fruchtbare Literat, der sich die Texte seiner Liederzyklen oft selber schrieb, der aber auch Buchrezensionen und essayistische Reisebeschreibungen verfasste; Ernst Krenek, der Denker, der ein ebenso brillanter wie gefragter Gesprächspartner war: von Rainer Maria Rilke, Thomas Mann, Karl Kraus, Oskar Kokoschka, Anton Webern oder Igor Strawinsky.
Mitreisen, das dürfen wir: Der Ausstellungskatalog des Ernst Krenek Forum begleitet den Leser bei einer Reise durch das 20. Jahrhundert, bei der nicht nur musikgeschichtliches Terrain, sondern auch Literatur, Geschichte und Politik thematisiert wird.
EUR 12,-
